Heute bin ich offline

Offline gehen.

Online-offline. Das ist Englisch und bedeutet: Auf der Leitung sein, und runter von der Leitung.

Also mit dem Internet verbunden sein, mit einer Datenleitung.

Oder gerade nicht verbunden sein. Keine Daten senden oder empfangen.

Keinen Computer anhaben, Handy und Smartphone sind aus.

Einfach nur dasein. Vielleicht auf eine Bank sitzen. An einem Montag Nachmittag im Frühling.

Autos ziehen vorbei, Radler radeln vorbei und Du bist einfach nur da.

Da ist vielleicht eine Wiese, mit Gras. Dort gibt es Löwenzahn und ein paar Gänseblümchen.

Gras und Wiese, das ist jetzt genau das richtige Tempo.

Wolken fliegen viel zu schnell.

Ich bin heute mal offline.

Ich muss nirgendwo hin.

Ich hab heute einfach mal Zeit.

Es geht ein leichter Wind. Ein paar Blätter bewegen sich.

Irgendwo sind Vögel, die zwitschern.

Ich bin heute offline. Für mich gibt es kein Twitter.

Ruhe und Meditation, mitten in der Stadt.

Das ist wie Yoga. Aber ich bin heute offline. Hab keinen Termin. Ich muß nicht mal ins Yoga Studio.

Es gibt vier grüne Bänke an diesem Platz. Sie sind alle leer.

Der Bus kommt und geht.

Offline sein verlang Geduld und Disziplin. Verpasse ich was?

Aber jeder kennt das von früher. Eine Woche Urlaub, keine Email, kein Telefon, keine Post.

Ist man wieder zu Hause – kein wichtiger Brief im Briefkasten.

Im Email Postfach – keine wichtige Mail.

Und die Nachricht auf der Handy Mailbox hat sich bereits erledigt.

Die Welt dreht sich weiter, auch wenn Du gerade offline bist.

Ich will damit sagen. Wenn Du online bist, sei richtig online. Erreiche Sachen.

Wenn Du offline bist, sei richtig offline – genieße das.

 

 

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